Toll, zwei Wochen nach Weihnachten schneits, aber tolle Bands schneit es auch!

Oh man, ist schon ein wenig deprimierend, das die meisten Besucher dieser Seite eigentlich “Es schneit es schneit…” haben wollen, da sieht man mal wieder, dass die Masse gar keine neue und frische Musik haben will, sondern olle Kamellen für 6-Jährige. Naja, für den Ein oder Anderen, der vielleicht doch mal neue Bands kennen lernen will, meine ersten Fundstücke im Neuen Jahr.

 

Little Comets

Ah, genau sowas brauchen wir, wenn wir – gepeitscht von der Kälte und grad mal wieder auf ner fucking gefrorenen Pfütze ausgerutscht – etwas brauchen, dass uns einfach nur an den Händen nimmt und wieder hoch zieht. Little Comets machen ungestümen Britpop, der so euphorisch daher kommt wie Pull Tiger Tail, Wombats oder auch Talk Taxis. Natürlich könnte man jetzt böse sein und sagen, dass diese Art von Britpop doch nu auch schon längst an Krücken geht, aber wenn ich so aus dem Fenster seh, ignorier ich das einfach mal und freu mich, dass es immer noch Bands gibt, bei denen die Lebenslust aus den Songs geschossen kommt wie ein Feuerwerk. Ausserdem halte ich immer noch an meinem Kredo fest, Bands mit gutem Songwriting zu mögen, ob sie sich nun einen alten Hut aufgesetzt haben oder nicht.

One Night in October

Whiskycats

Katzen und Whiskey oder sogar Katzen aus Whiskey? Das kann nur gut klingen. Tut es auch. Man könnte von dreckigem Country mit Blues Einflüssen reden, der sich auch gerne mal an einem Humpen Folk bedient und dabei soviel Augenzwinkern durch die Songs schmeißt, dass man bei diesen ganzen alten Genres gar nicht mehr mit der Stirn runzeln kann. Ausserdem mischt sich da diese wundervolle Stimme mit ein und diese jazzige Trompete im Hintergrund, die die Songs wie auf Händen trägt. Und die Gitarren – man, da kniet man auch schon mal nieder. Whiskeykatzen können also gute Musik machen, wer hätte es gedacht. Aber wer aus Manchester kommt (der Heimat von Elbow und I am Kloot) ist vielleicht auch dazu verdammt, wirklich gute Musik abseits des 0815-Gedödels zu spielen.

Slipped Disco

Kid British

Huch, ne Skaband auf dem Radar? Wie unüblich und willkommen, zugleich. Na Gut, so wirklich Ska machen die Jungs von Kid British nicht, aber man hört dem Rhythmus schon an, dass da schon dieser smoothe Ska-Style mitmischt. Bei den Kid British halt nur auf modern und Pop/Reggae/Hip Hop Style, Y’all. Und das klingt so poppig wie Iglu & Hartly, aber typisch britisch halt auch dreckig genug, um nicht ganz so peinlich wie die süßen Kaliforniersurferboys zu sein (nicht, dass mich das abhalten würde, ihnen gerne zuzuhören). Die Einflüsse sind so zahlreich, dass man gar nicht erst anfangen sollte, aufzuzählen, aber es hat was diese 80 Skapunk-Melodien durch die Neuinterpretation der Jungspunde zu hören und wenn wir alle ganz fest dran glauben, wird Ska vielleicht wieder etwas mehr im Britpop zu finden sein.

Übrigens, typisch für Ska, das nicht umsonst eines der Genres ist, dass man am Besten live erlebt, sieht die Kid British-Konzertliste der nächsten paar Monate aus, als hätte eine andere Bands ihre Konzerte der letzten drei Jahre aufgelistet.

Lost in London

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