Lieblingslied: John Grant – Marz, und ein wenig Genesis hinterher

2010 veröffentlichte John Grant sein erstes Solo-Album “Queen of Denmark”, irgendwann zum Ende dieses Jahres bin ich auch über diesen sooo sooo sooo depressiven Song gestoßen, über den ich dann immer schreiben wollte, es aber nie getan habe. Tja, glücklicherweise war diese Woche ein kleiner Alptraum, weshalb ich meine allerbeste, weinerliche Playlist hervor gekramt und diesen Song entdeckt habe. Eigentlich passt er nicht zum Frühling, da er mit dem Piano alleine schon nach Winter klingt, aber wenn man Alptraum-Wochen hat, dann fühlt sich alles an wie Winter, es geht also. Mein Lieblingspart ist jedoch der, wenn die Flöte einsetzt, weil ich dabei immer an Genesis denken muss.
In dem Song geht es anscheinend um einen Süßigkeitenshop, den John früher immer besucht hat. Ich weiß noch, dass ich immer mit 1 oder 2 Mark in den Bäcker gegangen bin und Papiertüten voll mit eigentlich widerlich schmeckenden Schlümpfen, Lollis, Leckmuscheln (an denen man sich immer die Zunge geschnitten hat), sauren Stäbchen und Gummikirschen voll gepackt habe. Heutzutage kann ich das meiste Zeug davon nicht wirklich ertragen, außer die Gummitierlollis, die rocken. Merkwürdigerweise kann ich mich an diesen Bäcker besser erinnern, als an die erste Hälfte meines fünften Schuljahres, aber aus welchen Gründen auch immer erinnere ich mich sowieso eher an die Orte meiner Kindheit, als an die Dinge, die ich damals gemacht habe (von den arschrockenden Dingen mal abgesehen, also auf Bäume klettern, von Bäumen fallen, auf das Schuldach klettern und verlorene Spielbälle einsammeln, Räuber und Gendarm spielen, Sportfeste und Brennball (bis zur vierten Klasse war es irgendwie weniger schlimm als danach), und und und). Pff, warum erzähl ich das überhaupt? Vielleicht, weil es gute Erinnerungen sind, vielleicht auch, weil die Orte, an die man sich erinnert, in Alptraum-Wochen für eine Art Unterschlupf sorgen.

Und wenn ich schon mit Genesis Vergleiche ziehe und weil es auch mit Kindheit – nun ja, bedingt – zu tun hat, hier ein wenig Genesis mit einem cheeky Peter Gabriel, wartet es nur ab. Die Story ist ganz merkwürdig. Irgendwie geht es darin um zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge. Das Mädchen schlägt dem Jungen bei einem Kricket Spiel den Kopf ab, aber  seine Seele findet sich in einer alten Spieluhr wieder und als sie sie Jahre später spielt, erscheint er als alter Mann und will sie, naja, pimpern, oder so. Jaja, der Gabriel war schon ein Fuchs. Ach so, das ist übelster (ergo, schönster) Progrock, wer so etwas also nicht mag…wobei, muss man eigentlich mal gehört haben, nichts geht über die Peter Gabriel Ära bei Genesis. Plus, man kann mal sehen, was für ein großartiger Musiker Phil Colins einmal war. Mordsdrummer.

Advertisements

One thought on “Lieblingslied: John Grant – Marz, und ein wenig Genesis hinterher

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s