Interview mit The Low Anthem

Letzten Montag hatte ich die Ehre, Jeff von The Low Anthem in der Passionskirche, Berlin zu interviewen. Abends fand das Konzert in der Kirche statt, was aus foto-technischen Gründen super ärgerlich war, weil ich endlich mal meine Kamera mit hatte, sie aber für mich als Dilettant völlig nutzlos war, weil es zu dunkel war. Verdammt! Ansonsten war das Konzert aber umwerfend, inklusive der Vorband The Head and the Heart, die aus Seattle kommen, am 14.4. wieder in Berlin spielen und die einfach bezaubernd sind.

Weil im Hauptraum bereits geprobt wurde, verkrochen wir uns im Treppenhaus, irgendwo im Gebäude probte gerade eine Sängerin, im Hintergrund der Audiospur kann man sie manchmal hören. Normalerweise leg ich gerne ein Musikbett unter Interviews, aber gerade in solchen Fällen würde das von der allgemeinen Stimmung ablenken. Das Interview war sehr angenehm, wir haben vorwiegend über die Aufnahmebedingungen geredet und welchen Einfluss sie auf das Album hatten. Darüber muss die Band wahrscheinlich in jedem Interview reden, aber hey, selber Schuld, wenn sie in einer verlassenen Pastafabrik aufnehmen, darauf stürzen wir Geier uns gerne.

Da es am Freitag auf Lohro gesendet wird und danach auch auf dem Blog landet, werde ich galant bis zum Wochenende warten, bis ich es auch hier poste, aber lasst euch schon mal gesagt sein, auch für Musiker ist das Gespräch sehr interessant, weil die Band vor allem den Sound und dessen Einschränkungen innerhalb der Fabrik als Inspiration verwendet hat. Ach so, ein paar coole Buchtipps hat Jeff auch noch.

Zum Konzert muss ich noch mal kurz was sagen (abgesehen davon, dass Indiekonzerte in einer Kirche mehr als imposant sind), denn bei einem Song hat Ben Knox Miller zwei Handys aus seiner Tasche geholt und meinte, dass die Leute im Publikum sich gegenseitig zum Ende des Songs hin anrufen sollten, weil die Lautsprecher gegenseitig ein bestimmtes Echo erzeugen würden. In der Tat klang der Effekt wie eine Mischung aus Walgesängen und Vogelgezwitscher, glücklicherweise gibt es einige youtube Videos mit dem Effekt, allerdings ist es wohl eine dieser Sachen, die man erlebt haben muss, um wirklich dieses Glücksgefühl in sich zu spüren.

Der Song wirkt eigentlich auch ohne das Finale, da ich an diesem Abend nicht so fit und frei war, wie sonst, kann ich mich nicht mehr an alles erinnern, aber dieser Song ist in meinen Erinnerungen eingebrannt, hoffentlich für eine lange Zeit.

Ach so, ich wollte außerdem noch erwähnen, wie schön ich es fand, dass Jocie beim konzentrierten Spielen auf Zehenspitzen steht. Das muss man sich so vorstellen, dass sie ganz langsam die Hacken hebt, so als würde sie anfangen zu schweben. Ich habe genau gelinst, aber sie hat den Boden immer berührt, ich bin mir aber sicher, dass sie es irgendwann schaffen wird, tatsächlich zu fliegen.

(Wenn ihr drauf achtet, seht ihr es in diesem Video, der junge Mann rechts ist übrigens der Neue, der mittlerweile keinen Bart mehr hat, aber immer noch Kotletten, womit er aussieht, wie eine Mischung aus Elijah Wood und Wolverine – supercool!)

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