Futurecore – Über Genres und Meta und Metagenres

Nach einem Kommentar-Austausch mit Okie habe ich also mal ein wenig über das Konzept des Futurecore nachgedacht, denn die Core-Genres, wie kaum andere, sind so vielfältig, dass man sich gar nicht erst mit kontemporärem Kram abfinden muss, sondern nach den Sternen greifen kann.
Was ich gefunden habe, ist eine deutsche Band namens Futurecore und eine Idee, die bei diesem Begriff greifen könnte und so etwas wie ein Meta-Genre werden könnte.
Da Futurecore alleine der Semantik nach in der Zukunft liegt, würde ich dieses Genre als erstes Genre der Welt festlegen, das eher einem Wanderpokal gleicht, dass den Weg zu dem eigentlichen Genre ebnet. So kann man sich für eine Dauer von ca. 3-6 Monaten den Futurecore Pokal auf den Kaminsims stellen, denn ich gehe davon aus, dass eine Band, die ihrer Zeit voraus ist, ungefähr so lange unter dem Radar musizieren kann, bis der Trend um sich greift.

Gehört sie zu den Bands, die ihr Leben lang unbeachtet und ungeliebt wagemutig musizieren, muss der Pokal leider wieder sang- und klanglos abgegeben werden, denn Futurecore muss irgendwann in einem bestimmten Genre “ausarten”, denn wenn ein Baum im Wald umfällt usw. (wer den philosophischen Ansatz dazu hören will: Wenn eine Wahrheit von niemandem, außer einer einzigen Person, akzeptiert wird, ist es dann eine Wahrheit? Tauscht man “Wahrheit” mit “Genre” aus, hat man meinen Ansatzpunkt).
Futurecore darf zwar an mehrere Bands vergeben werden, aber diese müssen jeweils einen individuellen Musikstil haben, da sie ja Vorreiter für neue, aufregende Genres sind.
Eine Band muss zwar nach der genannten Zeit den Pokal abgeben, aber sie darf diesen Titel in ihren Lebenslauf eintragen.

Dieser darf nun an die Musiknazis verschickt werden, die jedem – der das durch diese Band verursachte Genre anderen Bands zuschreibt – arrogant und herablassend erklärt, wer wirklich dafür verantwortlich war (das natürlich so unsympathisch und unhöflich wie möglich). Nur so kann man auch garantieren, dass nur in den engsten Kreisen von der einstigen Futurecore Band geredet wird.

Tada! Das komplizierteste Genre aller Zeiten, das mehr oder weniger eine Art Meta-Genre ist, da es ja nur die Idee eines Genres impliziert, bevor sich das eigentliche Genre tatsächlich in Folgebands manifestiert. METAPHYSIK RULES!

(Ich hoffe doch, dass ich damit in der Indiepedia lande)

(Merkwürdigerweise wurde die Zeile “my genre is better than your genre”, die damals in den Probesessions noch von mir inspiriert wurde, in den späteren Versionen des Songs heraus genommen)

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3 thoughts on “Futurecore – Über Genres und Meta und Metagenres

  1. nagut, damit geht der futurecore award wohl an mumpel, murks & ihr galaktisches mäuschen 🙂 …aber der plan war eher, dass ich durch den t-shirt-verkauf reich werde & nie wieder arbeiten muss…ich dachte da eher an einen pressehype ;)… aber der wanderpokal hat mich da auf ne idee gebracht. ich werde einfach t-shirts mit der aufschrift “wanderpokal” auf mickie krause konzerten verkaufen. da ich dafür nach mallorca ziehen muss, kommt mir das sogar entgegen.

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    1. Ja, Ideen zum Reich werden wollen bei mir einfach keine Form annehmen, ich weiß auch nicht warum, aber das mit den Krause Konzerten und Mallorca ist doch schon mal eine gute Idee. Hoffentlich stellst du mir dann auch mal die Promipaare vor, die du da kennenlernst, damit ich auch mal bei einer Vox-Reiserealitydoku zu sehen bin 🙂
      Und MMudHdG hab ich gleich mal mit an den Artikel ran gehängt, damit der werte Leser weiß, was Sache ist.

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