RHCP sind back: Sperr doch mal einer den Kiedis weg*

Das neue Red Hot Chili Peppers Album ist also draußen und trotz einiger Vorbehalte habe ich es mir nicht nehmen lassen, es mir einmal im Rundgang anzuhören. Abgesehen von dem Totalreinfall “Ethiopia”, der vor allem textlich mehr als peinlich ist, muss ich sagen, dass ich es rein instrumental teilweise sehr schön finde, vor allem Klinghoffer hat ein paar zum Sterben schöne Parts, auf die man sich leider ungemein konzentrieren muss, da sie heimlich still und leise im Hintergrund ablaufen, während Kiedis im Vordergrund herum eiert.
Sowieso ist es ärgerlich, dass man Klinghoffers Stimmtalente nicht mehr genutzt hat, alleine auf “Did I let you know” zeigt er mehr Intensität und Gefühl, als Kiedis auf dem gesamten Album. Es ist mir vorher nie aufgefallen und wahrscheinlich war es vorher auch nicht so offensichtlich (Stadium Arcadium hab ich nach ein paar Testdurchgängen verdrängt), aber Kiedis klingt völlig gefühllos und so, als würde er nur der Routine nachgehen, anstatt wirklich zu fühlen, was er da singt. Gut, bei diesen Texten auch kein Wunder, jeder 14-jährige schreibt besser (außerdem ist “Factually” kein Wort und darf vielleicht von ebenjenem 14-jährigen, aber sicher nicht von einem 40-jährigen verwendet werden!).

Schade, denn was hinter den viel zu laut gedrehten Vocals noch passiert, kann sich stellenweise hören lassen. Dass das Album ganz anders klingen würde, wenn Josh etwas öfter ans Mikro hätte gehen dürfen, macht die ganze Sache noch bitterer.

Dass Josh nach Johns Weggang ein Segen für die Band war, denke ich dennoch, denn was ohne den verfrickelten Musiker so zustande gekommen wäre, will ich mir gar nicht ausmalen, brrr.

So, ich hab jetzt ca. 4x den Youtube-Link erneuert, aber gegen Warner Bros Music Lizenzrechte kann man nix machen, also sofern nicht bald eine Live-Version des Songs auftaucht, die auch was hergibt, kann ich nur empfehlen “did I let you know” selbst mal im Netz zu suchen oder es einfach zu lassen, ich weiß doch, wie lethargisch die heutige Internetzunft ist…

(zugegeben, von der Gitarrenarbeit her gibt es sehr viel bessere Songs auf dem Album, aber ich liebe Klinghoffers Stimmfarbe…)

Da doch lieber alte Momente mit Josh und John.

*Man muss sich ja Kiedis’ Reimen anpassen…

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