Health – WOOOOOOOOOOOOOW

Jaja, Digicam, daher sehr verpixelt, etc.,pp., aber der Drummer! Ich liebe dieses Foto.

Da mir ein Freund am Dienstag noch sagte, dass er schon glücklich wäre, wenn er am Freitag HEALTH live sehen könnte, befand ich mich inmitten des The Drums Auftritts in keiner allzu großen Bredouille, da Musiktipps von Freunden bei meinem Musik-affinen Freundeskreis selten in die Hose gehen, zumal die Drums zwar recht charmant, aber weit entfernt von Weltbewegend sind. Also auf zum Hangar 5, gerade richtig zum Beginn, auch gut platziert zwischen zwei gigantischen Boxen, meine Ohren würden es mir später mit nächtelangen Vorhaltungen danken.


Und wow. Ich hatte HEALTH als irgendsoeine Electro Band in Erinnerung, die ich vor einem Jahr – wie nicht wenige andere – durch ihr Zweitlings Studioalbum get color kennen gelernt hatte und eigentlich mochte, aber anscheinend zu der Zeit nicht so aufmerksam gewesen war, wie ich hätte sein sollen, da mir kaum noch einfiel, wie genau sie geklungen hatten.

Nach den ersten 5 Sekunden der Show war mir klar, dass sie definitiv nicht so geklungen hatten. So einnehmend die Electro Noise Sache von HEALTH auf ihren Alben auch ist, die Jungs sind definitiv ein Liveband, da ihre leicht industrial angehauchten Stücke mit so einer Gitarrenwucht und vor allem mit einem wahnsinnigen Schlagzeug einher kommen, dass man wirklich umgefegt wird. Das Timing der Band ist außerordentlich, nicht nur, was das Einsetzen von Effekten und der verschiedenen Komponenten der Songs geht, sondern auch der Dauer der Songs selbst. In einem Interview (leider nicht mit mir, das besorg ich mir aber noch, ich schwöre auf mein White Denim Poster!), meinten sie, dass sie versuchen, ihre Songs nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen, da man den Leuten so viel Krach gar nicht zumuten könnte.

VORSICHT! Das Video ist nicht für Kinder geeignet und wurde – dank Tim&Eric Eric Wareheim visuell betörend, aber auch verstörend (Reim nicht beabsichtigt) in Form gebracht. Könnte für Albträume sorgen, ich scherze nicht.

Sowieso scheinen sie sich bewusst zu sein, dass es kruder Kram ist, den sie da fabrizieren. Das hat in mir natürlich Besorgnis erregt, da ich zu keiner Sekunde während des Konzertes und auch später irgendetwas an ihrer Musik befremdlich fand, sondern mich eher zu ihr hingezogen fühlte. Inmitten der übersteuerten Klangexplosionen macht sich die Stimme von Sänger Jake als Anker aus, die ruhig, fast schon schwebend vorgetragenen Lyrics halten quasi die einstürzenden Songgewalten in Stand. Auf Platte klingt sowas mehr als beeindruckend, live ist es episch.

Einziger Kritikpunkt: Der Bassist hat offensichtlich keine Absichten, Bass zu spielen, weil es so wie er spielt, unmöglich ist, eine zusammenhängende Bassfolge zu spielen.

Ich bin froh, dass sie nicht dieses Jahr ein Album heraus gebracht haben, sonst wäre die Top 10 schon wieder enger und komplizierter geworden. Für nächstes Jahr wünsch ich mir dann aber doch etwas, nur, damit sie wieder nach Berlin kommen. Wahnsinn. [edit: laut eines eigentlich sehr schrecklichen Interviews  beim Berlin Festival (sehr unangenehm zu sehen, man merkt die Anspannung aller Beteiligten, außerdem nervt die Übersetzung UND sie ist zudem teilweise frei erfunden) ist die Band gerade dabei, neue Sachen zu schreiben, das Album soll Anfang nächsten Jahres heraus kommen. YAY!]

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