Mannequin Men: 90er Garage aus Chicago

Ich mach das nicht absichtlich*, aber Rock zieht derzeit bei mir, daher bin ich letztens auch nicht zumWild Beasts Konzert gegangen (obwohl die doch in meiner Top 2011 Liste landen werden), sondern zu den irren Rock’n Rollern Triggerfinger, die trotz Triple-Krankschreibung die Bühne abgefackelt haben (rein metaphorisch, versteht sich). Wenn ich also verschrammelte Gitarren höre und mir der Verstärker ins Gesicht springt, dann bin ich dabei. So auch bei Mannequin Men, die aus Chicago kommen und nun ihr viertes Album raus bringen, dass so ein richtig hässlich-schickes Albumcover hat, das wie eins dieser rüde gezeichneten Beavis & Butthead (die wieder zurück sind!) Szenenbilder aussieht, bzw. wie ein Haufen anderer Cover back in the 90s. Kudos an Gary Panter, der es gezeichnet hat und – meine Güte – ja richtig heiße Scheiben mit Artwork versehen hat.

Manchmal kann der Sänger von Mannequin Men wie John Fogerty klingen, aber nur, wenn er will, was in Songs wie „Flying Blind“ äußerst charmant ist. Ansonsten haben sie diesen Blind Melon Sound, der immer ein wenig dreckig, aber am Ende doch sehr poppig klingt und daher richtig viel Spaß macht.

Leider gehören Mannequin Men – wie so viele – zu den Bands, die ganz schön ackern müssen, um ein Album auch finanziell realisieren zu können (gut nachzulesen in diesem Interview). Ich bin bei solchen Bands für jedes Album, jede Single, jede Tour dankbar, denn es ist wirklich Rock’n Roll neben der 40-Stunden Woche noch zu touren, zu proben und großartige Musik zu schreiben.

Erinnert mich daran, dass ich mir auch Outer Minds und Radar Eyes anhöre, denn laut dem Interview sind diese Chicago Bands derzeit am Durchstarten, das will ich natürlich nicht verpassen. Von der dritten erwähnten Band – Smith Westerns – fang ich mal lieber nicht an, „undankbar“ nennt Kevin Richard (Mannequin und Frontmann) sie, bzw. ihren Sänger und irgendwie weiß ich, was er meint.

Mannequin Men hingegen – großartig

*Meine scheinbar niemals enden wollende Folkphase war auch nicht absichtlich, ebensowenig wie die weniger lang anhaltende, aber immer mal wieder aufmuckende Hardcore/Metalphase…

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