Top of the Blogs 2011 – Die ILMPITM Jahrescharts

Da ich auch dieses Jahr wieder freundlicherweise von Martin angesprochen wurde, um am Giganto-Projekt Top of the Blogs teil zu nehmen, habe ich mich an die riesige Aufgabe gemacht, die seit letztem Jahr sehr gewachsenen Listen aufzustocken. Die besten Musikvideos habe ich nicht mehr zusammen gekriegt, da ich ehrlich gestanden dieses Jahr nur wenige gesehen habe, außerdem muss ich hinzu fügen, dass ich aufgrund von kränkelnder Verfassung nicht mehr dazu gekommen bin, alles bis zum 16.12. vollständig zu erläutern. Die Namen und Titel sind alle vorhanden, das Auszählen ist also damit möglich, aber schicke Musikvideos, Links und mehr werden dann nach und nach oder niemals in den nächsten Tagen und Wochen eintröpfeln. So, nu aber:

„Bestes Album des Jahres“

Es war eine sehr schwere Angelegenheit, gar nicht mal, heraus zu suchen, wer genau in die Liste rein soll (obwohl auch da einige Tränen flossen), sondern viel mehr in der Auflistung. Generell kann ich sagen, dass jedes der 10 Alben innerhalb dieses Jahres irgendwann mal meine Nummer 1 war, am Ende hat aber das Rundumpaket gewonnen, heißt: wessen Album wickelt mich so sehr ein, dass ich es wirklich ausschließlich im Paket hören möchte und das ich immer und immer wieder laufen lassen kann? Dafür mussten einige Alben nach hinten rutschen, die ich sicherlich in Teilen öfter gehört habe, die aber letzten Endes doch nicht diese Einheit geboten haben, die so ein klassisches Album wie die ersten beiden Plätze bieten kann.

1.Dan Mangan – Oh Fortune

Ein Guß – das hats gewonnen. Im Interview gestand Herr Mangan auch, dass genau das sehr lange gedauert hat, denn das großartige an “Oh Fortune” ist ja, dass man unendlich viele Stile in den Songs findet, dennoch alles zusammen passt. Das nicht zuletzt durch clever gesetzte Übergänge und eine meiner Meinung nach zumindest emotionalen Verbundenheit, die man auch Mangans großartigem Songwriting zu verdanken hat. Das Thema des Albums ist laut Urheber (ich paraphrasiere mal mit einer kulturellen Referenz): The world according to Mangan. Wer Lust hat, zu erfahren, wie viele Ideen eigentlich hinter den Songs stecken, der sollte sich den CBC Podcast anhören, ich kann nur sagen, man wird überrascht werden.

2.Laura Marling – A Creature I don’t know

Ich weiß nicht, wie sie es macht, nach “I speak because I can” dachte ich eigentlich, dass es ein paar Jahre dauern würde, bis sie ein derartig starkes Album fortführen könnte, stattdessen dauert es rund ein Jahr und – wow. Der erste Song, den ich davon gehört habe war “Sophia” und neben “All my rage” ist es immer noch mein Liebling. Ich kann nicht in Worrte fassen, wieviel Respekt ich vor Miss Marling habe, die in ihren frühen Zwanzigern schon ein Level an Songwriting erreicht hat, das es eben keine journalistisch-lapidar verwendete Phrase ist, wenn man sagt, dass sie zu den Musikern gehört, die in die Geschichte eingehen werden. Alleine, wie sie stimmlich gewachsen ist, die Finesse mit der sie diese unantastbaren Texte in unglaublich komplexe Kompositionen verwebt, die absolut zeitlos sind. Großartig.

3.Wye Oak – Civilian

Eigentlich sollten Wye Oak auf Platz 1 und das war sehr lange so geplant, denn ich würde sagen, dass ich keine Band so durchgängig oft gehört habe, wie dieses reizende Duo. Am Ende siegten aber die folkigen Alben…ich komm da einfach nicht von los. Nun ja, was Wye Oak ausmacht, ist eine sehr starke Live Performance und Songs, die sich wirklich einbrennen. Wenn unten in den Top 10 Lieblingssongs “Civilian” an erster Stelle steht, dann ist das mit einem Abstand von Meilen, was mir immer wieder bestätigt wird, wenn ich ihn laufen lasse und mein Hals ganz trocken wird und ich tief einatmen muss, weil der Song so unglaublich weite Kreise in meinem Kopf zieht.

4.True Widow – AHATHHAFTCTTCOTE

True Widow waren eine dieser Bands, die ich erst so richtig durch meine Interview-Vorbereitung kennen- und zu schätzen gelernt habe, zum Glück, denn merkwürdigerweise hab ich sie vorher schon gehört, mir auch eine innere Notiz gemacht, sie unbedingt mal in aller Ruhe zu hören, nur um diese Notiz dann irgendwo in einer staubigen Ecke zu vergessen. Tisk. Nun ja, glücklicherweise konnten sie dieses Jahr Europa betouren und mich dadurch bezirzen, denn die Songs auf ihrem großartig, gleichzeitig unmöglich betitelten zweiten Album spielen in ihrer eigenen Liga und schaffen es tatsächlich, Doom so weit mit Melodien zu schmücken, dass man zwar auf diese schwurbelig-psychedelische Reise geschickt wird, die Doom – wenn man sich denn einlässt – mit sich bringt, gleichzeitig aber nicht so abgrundtief in die Depression stürzt. Yeah.

5.Elbow – Build a Rocket Boys!

Nur Platz Nummer 5? Eigentlich unmöglich von mir, aber der Grund hat weniger mit dem Album, sondern mit dem Vorgänger zu tun: “Seldom seen kid” war so stark, das es sogar das Debüt Album umrundet hat. Trotzdem, “Build a rocket boys!” hat wie immer Momente, die mit dieser Leichtigkeit spielen, die Elbow sich zu eigen gemacht haben, Guy Garveys Stimme wird immer das Äquivalent zu “Wärme” sein und sowieso, Elbow können anscheinend keine schlechen Alben aufnehmen. Und wenn ich nur daran denke, wie breit mein Grinsen war, als ich zum ersten Mal “Lippy Kids” gehört habe…ich denke da an die schönsten Morgen in Cardiff, am Bute River entlang.

6. Awolnation – Megalithic Symphonies

Ich liebe Pop. Leider war Pop dieses Jahr nicht sehr überzeugend. Und damit mein ich gar nicht mal den Top 100 Charts Kram (wobei ich auch da eher selten interessiert und verschämt zugehört habe, es war ein langweiliges Jahr, wenn ihr mich fragt). Nein, ich meine Indiepop. Natürlich, es gab furchtbare viele Indiebands und Debüts und Folgealben und Auftritte – aber für mich waren sie meistens wie Eintagsfliegen und kaum ein Song hat sich wirklich so weit durchgesetzt, dass ich ihn wieder hören wollte. Vor allem waren die Alben oftmals sehr enttäuschend. Die Rettung, die goldene, strahlende Rettung war Awolnation, aka Aaron Bruno, der einfach mal Justin Timberlake ersetzen sollte, da er der King of Pop sein MUSS! “Megalithic Symphonies” hat keinen einzigen Song, den man nicht sofort wieder hören will, den man nicht in ungeeigneten Momenten vor sich hin summt und den man nicht allen Freunden, Bekannten und Unbekannten vorspielen möchte. Und live? Ich sag euch, Schweiß und Euphorie in Strömen (siehe Top 10 Konzerte).

7. O’Death – Outside

Es gibt eigentlich Alben, die ich öfter und intensiver gehört habe, als “Outside”, aber hier ist der Grund, warum O’Death in jeder mentalen Aufzählung der besten Alben auftauchten: Immer mal wieder spaziere ich durch Berlin und denke an dieses Album. “Outside” handelt von Sterblichkeit und der Energie, weiter zu machen und ist – entgegen der vorigen O’Death Alben – sehr zärtlich geworden. Vom Albumcover (hm…da sollte ich auch mal eine Liste zu machen) bis zu der persönlichen Geschichte der Band – das Album hat mich berührt. Und darum soll es ja auch gehen.

8. White Denim – D

Aaaah, Psychedelic Rock war ganz groß dieses Jahr. Tame Impala, US Royalty und Mink Mussel Creek – sie waren dezent über das Jahr verstreut, dafür aber wirklich eindrucksvoll in ihrer Wirkung. Die mehr als versierten White Denim haben das Rennen gemacht, die texanische Band hat die besten Zutaten: Talent, Humor und Experimentierfreude. Wer kommt sonst auf die Idee, sein Album “D” zu nennen, in der Hoffnung, dass Journalisten denken, die Band heißt “Dwight Denim”? Zwar hat es überhaupt nicht geklappt, aber es ist trotzdem total cool! So, abgesehen von all diesem Happy Go Lucky Kram sind sie aber auch deshalb auf dieser Liste, weil ich einen dieser absoluten Glücksmomente während des Konzertes hatte und generell in ihren Alben versinke.

9. Scroobius Pip – Distraction Pieces

Ich höre nicht oft Hip Hop, aber wenn…dann höre ich Scroobius Pip. Vom ersten Mala n, als ich “Introdiction” (die erste Single) gehört habe, habe ich meine alten Hip Hop Wurzeln in den Gliedern gespürt. Das Soloalbum ist so dick produziert (und gibt auch mit einigen – meiner Meinung nach teilweise unnötigen – Gaststars an), dass man es locker ins Rennen mit den Big Boys schicken kann, dazu gibt es aber auch noch was zum Mitdenken, denn Pips Texte sind in der Liga eines Sage Francis (der auch mitgemacht hat und der absolut nötig war) und regen zum Nachdenken an, denn auch wenn Pip sehr wütend ist, er ist clever genug, zu wissen, dass man irgendwie immer auch Teil des Problems ist. Mehr davon bitte, vor allem im Hip Hop.

10. Portugal. The Man – In the Mountain in the Cloud

Ah, was für ein Album, das erste großartige Album, mit dem ich auf Arbeit benutzt wurde (privat, bzw. für LOHRO werde ich ja immer gut bemustert), weshalb ich es wohl doppelt lieb gewann. Auch dieses Album thematisiert den Tod, das war wohl das musikalische Trendthema dieses Jahr (sollen wir uns sorgen?). Immer wieder groß sind dieseLieder, in die man eintauchen kann, weil sie wie die Wasseroberfläche von unten gesehen schillern. Und durch das groß, groß, großartige Video, dass sie sich dank Majorlabel auch leisten konnten, hatte ich auch gleich den perfekten Happy Place, an den ich ziehe, wannimmer ich etwas Ruhe brauche…(ach so, ab Minute 7 ist die Tonspur stumm – ich vermute die GEMA).

„Bestes Lied des Jahres“

Ich bin sehr froh, dass es dieses Jahr auch diese Kategorie gibt, da ich für LOHRO bereits meine Best Of Sendung im Kasten habe und da einige Songs vergessen habe (uh oh). Ja, manchmal ist es halt so, dafür haben es auch manche Songs nicht hier rein geschafft, das Leben ist unfair, genauso wie mein Nudelsieb-Gedächtnis.

01. Wye Oak – Civilian

Alles an diesem Song ist perfekt, wenn es einen Song gibt, den ich quasi seit Jahresbeginn rauf und runter gehört habe, dann ist es “Civilian”, von der ersten Sekunde an, als ich vor den verschlossenen Konzertsaal-Türen des Lidos stand und den Soundcheck-Klängen dieses Songs lauschte, war ich hin und weg. Dieser Song ist mit einem meilenweiten Abstand Nummer 1 und das dürfte in allen hier aufgelisteten Songs, Bands und Alben der einzige meilenweite Abstand sein.

02. Awolnation – Sail

Nur Wochen, nachdem ich seine Mail-Updates abgestellt hatte, kam dieses Juwel an Single heraus und ich füllte mich randvoll mit Gewissensbissen. Aber seitdem hab ich genug an der Werbetrommel gerührt. Ausgerechnet der wohl düsterste Song des Albums ist auch noch mein Liebling geworden, nur die Fan-Shirts dazu find ich furchtbar…aber die Top 10 T-Shirts müssen wir ja glücklicherweise nicht wählen…

03. Gotye – Somebody that I used to know

Ha, Wahnsinn, ich dachte immer, dass Gotye zu obskur für Mainstream Erfolg ist, ich wusste ja nicht mal, dass er mit The Basics so viel Erfolg in Australien hatte. Und dann haut er so ein Popalbum im 80er Gabriel Stil (also experimentell, ohne anstrengend zu sein) raus inklusive eines “Don’t give up” fürs 21. Jahrhunderts. Na gut, Kate Bush hat er dann nicht dafür gekriegt, aber Kimba geht wohl gerade so…

04. Pearl and the Beard – Sweetness

Der Song ist genau so wie er heißt. Furchtbar, aber wahr. Das war quasi dieses Jahr mein Katzen/Kätzchenvideo, wenn es um Lieblingssongs geht.

05. Luke Temple – How could I lie

Songer/Songwriter hatten dieses Jahr kein Stein in meinem Brett, was ich schlichtweg der Übersättigung zuschreibe. Selbst sicherlich großartigen Leuten wie William Fitzsimmons konnte ich nix abgewinnen. Wohl aber Luke Temple, denn der war äußerst clever und hat sich zurück in die 60er Jahre verschanzt, wo er diese geniale Mischung aus Songwriter meets RnB-Sänger kreiert hat und dann so einen Otis-Redding-mäßigen Ubersong geschrieben hat.

06. Decemberists – This is why we fight

Ich hatte eigentlich ein gutes Jahr, aber wie eigentlich auch normal, gab es so eins, zwei Monate, die echt nicht so geil waren und in denen ich das Decemberists Album, vor allem aber diesen Song unzählige Male gehört habe, während ich Rotz und Wasser hinter den Dämmen zu halten suchte. Die Tatsache, dass das Album nicht in den Top 10 ist, schmälert übrigens nicht meine niemals enden wollende Liebe zu dieser Band, denn wenn ich eine Albensammlung mit auf eine Insel nehmen könnte, wären es sicher die Decemberists, immer und immer wieder.

07. Adele – Rolling in the Deep

Tihi, in meiner Sendung hab ich “I’ll be waiting” gespielt, weil dieser Song so unglaublich oft gespielt wurde, aber bei den Top 10 muss ich dann ja ehrlich sein (ich habs dann auch noch zugegeben), das einzige Popalbum, das ich dieses Jahr innerhalb der Charts großartig fand, war Adeles “21”, ich bin froh, dass die Charts noch nicht ganz aus meinem Leben verschwunden sind, irgendwie würd ich ihn vermissen, den Mainstream Pop (und das meine ich sehr zärtlich).

08. Triggerfinger – All this dancin’ around

Da fällt mir gerade glühend heiß ein, dass ich JD McPherson vergessen habe. Egal, im Rennen um den besten Rock’n Roll Song hätten die belgischen Triggerfinger dennoch gewonnen, die Jungs standen allesamt krank auf der Bühne und haben die Luft brennen lassen. Ich LIEBE echte Rocker, die spielen, bis sie tot umfallen und geben selbst vor 3 Leuten alles.

09. Rubik – Laws of Gravity

Das ist einer der wenigen Songs, die ich ewig lange immer wieder ungemein gerne gehört habe, ohne mir mal das Album zu besorgen oder weiter über die Band nachzudenken. Aber da ich sie live gesehen habe (auf einer absolut zugemöllten Bühne im Festsaal in Kreuzberg, großartiges Gewusel), kann ich sie nur empfehlen. Sie waren zum skandinavischen Abend geladen, obwohl sie aus Finnland kommen, wo dieses Jahr Fluten an guten Bands her kamen.

10. True Widow – NH

Mit dem Song haben sie mich gekriegt.

„Bester Newcomer des Jahres“

01. Awolnation

S.o.

02. Barr Brothers

Wie gesagt, die Anzahl des guten psychedelic Rock hat mich dieses Jahr umgehauen, darunter auch frisch dabei die Barr Brothers, die auch diesen leichten Country-Twang mit drinne haben, denn beispielsweise Led Zep immer mal wieder haben aufblitzen lassen. Da weiß man am Ende des Songs nicht mehr, wo, wer und warum man eigentlich ist. Und sowas episches wie “Give the devil back his heart” habe ich auch lange nicht mehr gesehen.

03. When Saints go Machine

“Konkylie” war eines der merkwürdigsten Alben dieses Jahres, das man zu keinem Zeitpunkt einschätzen konnte und das ich hier auch nicht mit Genres vergleichen möchte, sonst gehen mir die Bindestriche aus. Wenn eine Band so merkwürdig anfängt, muss man sich ja eigentlich Sorgen machen, dass sie danach nur noch gen “Normal”musizieren können, ich hoffe aber, dass das bei When Saints go Machine nicht der Fall sein wird. Großartig allerdings: zwischen diesen absolut obskuren Melodien finden sich astreine Songs zum Tanzen. It’s magic!

04. Austra

Ich war von Anfang an hin und weg von diesem kanadischen Outfit und dann habe ich sie leider live gesehen…normalerweise mache ich ja nur Witze über, habe aber generell nichts gegen Hipster, aber was diese Jungs und Mädels so auf der Bühne machen (die Hälfte ist gelangweilt, die andere tanzt anscheinend nur und hat teilweise keine andere Aufgabe), fand ich in Hinsicht der sehr opulenten Songs etwas enttäuschend. Da braucht es dann doch nur Katie Stelmanies und ein Klavier und die anderen dürfen sich in Second Hand Läden Bill Cosby Pullover kaufen.

05. Braids

Ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich sie am Anfang des Jahres in den Himmel gelobt und dann vollkommen vergessen habe. Tja, so ist es manchmal, nichtsdestotrotz gehören sie in diese Liste, nur weil mein Gedächtnis einem Sieb gleicht, müssen ja junge, interessante Bands nicht darunter leiden.

06. Who Knew

Meine Lieblinge auf dem Immergut Festival gehören türlich hier rein, dieses Jahr hat eine Menge Musikgold aus Finnland gebracht, ich weiß nicht, was da gerade los ist, vielleicht haben sie ja alle gemerkt, dass der Musikexport ein lukratives Geschäft ist. Umso besser für uns und die Wolf Parade Vergleiche ignorieren wir einfach mal kurz, die sind ja noch jung, das wird schon noch…

07. Active Child

Indiepop-Electro Symbiose geht weiter und hat mit Active Child dieses Jahr einen Vertreter hinzu bekommen, der es merkwürdigerweise schafft, wie die Fleet Foxes in einem Science Fiction Soundtrack zu klingen – oder so ähnlich. Wenn ich mir ihn gerade mal wieder so anhöre…das könnte auch die neue Version von Stonermusik sein, oder? Stoner, was sagt ihr?

08. Miracles of Modern Science

Ich mag diese Band nicht nur, weil ihr Album als MP3 Download gerade mal 6 Tacken kostet, was für diese Musik stark unterboten ist, nein, die Jungs machen diese Art von Musik, die mich heimlich still und leise in gute Laune versetzt, selbst, wenn ich mir fest vornehme, grimmig zu bleiben.

09. We are Augustines

Es hat ja wirklich soooooo lange gedauert, bis ihr Debüt raus kam, dass ich zu meiner Best of 2011 Radiosendung einen We Are Augustines Song gespielt habe, den ich schon 12 Monate vorher gespielt habe, als der und zwei andere die einzigen waren, die im Netz rumschwirrten. Aber “Rise ye sunken ships” hat es dann ja doch noch ans Licht der Welt geschafft und macht sehr traurig und wütend, weil das nun mal die Themen des Albums sind. Aber wie! Es folgt mein Lieblingssong vom Album:

10. Retro Stefson

Und noch mal Finnen, die aber mittlerweile in Berlin leben, weil man da anscheinend schneller berühmt wird? (Ich bezweifle es ja, wir haben hier so eine Inflation an Bands, darunter viel zu viele schlechte, dass mich “aus Berlin” immer etwas abschreckt). Nun ja, ihre Mischung aus Dancepower in instrumentalen Weltmusiksongs verpackt ist live ne Bombe und auf dem Album mind. genauso ansteckend. Und jetzt alle: Kimba!

„Bester Live-Act des Jahres“

Ok, ich bin ehrlich, ich hab über all diese Konzerte entweder hier oder aber auf Germanblogs.de geschrieben, weshalb ich jetzt einfach mal so faul bin und einfach die Liste stehen lasse. Gründe für gute Konzerte sind ja auch meistens gleich: man wird mitgerissen, die Performer sind vollkommen bei der Sache, machen sich eventuell sogar (metaphorisch) nackig und sorgen dafür, dass man nicht einmal in die Verlegenheit kommt, auf die Uhr zu gucken, weil man doch am nächsten Tag arbeiten muss. Tada:

01. Awolnation

02. HEALTH

03. Wye Oak

04. Dan Mangan

05. John Grant

06. White Denim

07. My Jerusalem

08. Triggerfinger

09. Waters

10. True Widow

 

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2 thoughts on “Top of the Blogs 2011 – Die ILMPITM Jahrescharts

  1. Erst mal: Frohes Neues!
    Dann: schöne Jahreszusammfassung

    “Oh, Fortune” ist auf jeden Fall ein Album, das in meinem Gedächnis nicht nur überwintern wird, sondern da eingefräst wurde. Diese Mischung aus Roh- und Verspieltheit ist so großartig!

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    1. Ja, frohes Neues zurück, sorry sorry, bin derzeit so Blog-scheu, wahrscheinlich, weil ich Abends keinen Kaffee mehr trinke, damit ich Morgens nicht so übernächtigt bin. Hoffe, du bist gut reingerutscht!

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