Lazy Sunday: Bild dir deinen dann doch nicht so guten Spruch

Derzeit geistern wieder die BILD Plakate durch die Gegend, auf denen Promis über das Magazin herziehen dürfen, so ganz nach Lust und Laune und das unentgeltlich, damit man auch den guten Willen erkennt. Wartet mal, wenn ich nicht mal Geld dafür kriege, dass mein Gesicht so gefährlich nah neben dem BILD-Logo auf meterhohen Plakatwänden schwebt, wofür mach ich das eigentlich? Ach ja, es wird ja gespendet, daher ist jeder, der sich wehrt ein Menschenfeind, der Schuld hat, dass 30 Kinder aus Afrika sterben und zwar schnipps-jetzt-schnipps-jetzt-schnipps-und schon wieder.

Naja, abgesehen davon – schnipps – sind die Sprüche auch immer wieder amüsant. Der Magath macht es wie die BILD und bleibt sich selbst treu, was besonders dann gut funktioniert, wenn man keine Ansprüche an sich stellt. Frau Almsick findet es toll, dass sie durch die BILD im Haifischbecken schwimmen gelernt hat. Aber Franzi, das ist doch dumm, welcher Idiot lernt denn ausgerechnet im Haifischenbecken schwimmen? Ich lern ja auch nicht auf einem Feld voller Landminen gehen oder absolviere meinen Erste Hilfe Kurs, während ich durch das gefährlichste Viertel in New York renne und dabei laut Rassentrennung fordere. Da doch lieber Barth, der irgendwas über das Frauenbild sagt, so mit Zwinkersmiley und das „bild“ in „Frauenbild“ in dicker Fünftklässlerschrift in rot nachgezeichnet, weil, is ja ein Wortwitz und so. Der Barth ist schon toll, wie der bemerkt hat, dass die BILD Frauen nicht so dolle behandelt, der Zwinkersmiley soll doch dann bestimmt auch voll süß gemeint sein, so a la „ich weiß, was Frauen wollen, denn meine Freundin…ihr wisst schon…was die halt immer so macht“ – Gelächter, haha, ja, Freundinnen auch immer mit den Dingen, die sie so machen – schnipps.

Vor einigen Monaten war auch der Geigerschönling David Garrett dabei, der dann die Bild schnippisch mit der niederen Kunst verglich aka dem Schlagzeug. Musiker wissen ja allgemein, dass das Schlagzeug die RTL2 News der Musiklandschaft sind, kein intelligenter Mensch würde sich damit den Ruf ruinieren, da kann man ja gleich mit dem Kochlöffel auf ein paar Töppen herum kloppen, ganz im Gegensatz zur feinen Geige, mit der noch niemals Schindluder getrieben wurde und die dann ja quasi mindestens die arte News repräsentiert. David Garrett ist daher perfekt, da er die Anmut der klassischen Musik schon seit Jahrtausenden repräsentiert:

Aw, Michael wäre stolz auf diese Ausschlachtung seiner Arbeit.

2011 schrieben Wir sind Helden einen offenen Brief an den BILD Aufruf, doch auch mal etwas zum Schmuddelblatt zu sagen, das war irgendwie dann doch ganz nett. Aber meine Idee ist noch besser, weshalb ich unbedingt soweit berühmt und Massenkompatibel werden muss, dass ich auch mal gefragt werde:

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Crippled Black Phoenix: (Mankind) the crafty ape

Woah, dat ist ein Berg an Rock, das gibt es gar nicht, eine dieser Bands, deren Name mir bekannt vorkam, die ich aber ehrlich gesagt nie wirklich gehört habe, dann flattert mir das Album ins Büro, ich seh mir mehr oder weniger begeistert das Musikvideo zur ersten Single an, erwarte rein gar nichts und dann – WUMMS.

Zwar nicht im Stile von einer Metaloffenbarung a la Mastodon, aber doch reichlich überwältigend, denn was einem da an angeproggten Rockbergen entgegenrollt, ist nicht von schlechten Eltern, alles vorwiegend bedrückend, durch gute Percussion-Einsätze (und so ein wenig 80er Feeling, yeah) wird es aber nie so schwer, dass man apathisch in einer Ecke sitzt und sich hin und her wiegt. Naja, vielleicht ein wenig.

Und so klingt das dann (ich poste die Single mal nicht, sondern lad euch gleich die wuchtigen Sachen auf):

Aber das ist nicht alles, was man so auf dem Album hört. Ich bin erst mit der ersten Scheibe durch (DOPPELALBUM!!!) und hab schon 5 Haken geschlagen, was die Genre-Belegung angeht. Ich liebe die Tatsache, dass sie es hinkriegen, die Prog-Elemente extrem 70er-lastig zu halten, während Gitarre und Gesang tief im Ende 80er/Anfang 90er Alternative waten, ohne dass es merkwürdig klingt.

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Lazy Sunday: Charlie Brookers 2011 Wipe

Ich habs um einen Monat verpasst, aber egal, Charlie Brooker hat zwar seine Screen- und Newswipe-Serien aufgegeben (und ich werde es ihm nie verzeihen), dafür hat er 2011 nicht nur eine sehr deprimierende Kurzserie an von humorlosen Misanthropen geschriebenen Twilight Zone Folgen ähnlichen Distopien namens „Black Mirror“ kreiert (die besser ist, als sie in diesem Satz erscheint), sondern auch noch einen Jahresrückblick in alter, bissiger Manier produziert.

Ich selbst dachte ja, dass das Gefühl, 2011 wäre ein Reigen an pre-apokalyptischen Warnzeichen gewesen, nur daher stammt, dass ich erst seit letztem Jahr irgendwie auf das Weltgeschehen geachtet habe, aber wenn selbst Brooker das behauptet, muss es ja stimmen und der 21.12. wird definitiv das Ende der Welt bestimmen. Bis dahin können wir aber noch alles viel schlimmer machen, denn wenn wir schon untergehen, dann doch bitte unter den schlimmstmöglichen Bedingungen, damit es sich auch lohnt und man das Brennen in den Höllenfeuern auch wirklich verdient hat. Nur wegen meines Atheismus brennen wäre mir nämlich irgendwie etwas übertrieben, aber wenn ich bis dahin etwa die Holländer beim Forschen an einem künstlich ansteckender gemachten Grippevirus unterstütze, kann ich mit einem dicken, fetten Grinsen im Kochkessel sitzen.

So, nu aber zu 2011, wie immer zthemusic zu danken, der uns Nicht-Briten den Brooker näher bringt:

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Ja, George R.R. Martin ist grad wichtiger…

Sorry, da die zweite Staffel von Game of Thrones noch auf sich warten lässt, habe ich mich zum Jahresbeginn mit den Büchern beschenkt und bin darüber hinaus sehr unsozial geworden, zudem auch noch schreibfaul (allerdings nur außerhalb meiner Arbeitszeiten), weil die Bücher ganz schön dick sind, aber auch so unglaublich spannend (wobei ich schon gehört habe, ab Band 4 soll es langweilig werden, also in spätestens drei Wochen bin ich evt. wieder zurück).

Als kleine Hinweise jedoch ganz fix -

1. Maccabees – given to the wild

Ach, ich hab mich auf Germanblogs schon ausgelassen, ein Traum von einem Album, ich hab ja nur ein wenig gezittert, weil ich nach dem zweiten Album schon wusste, dass die Maccabees nicht zu den Bands gehören, die nach dem ersten Album müde werden. Ich persönlich bin tief in „Ayla“ verliebt und habe zudem den Opener samt in ihn symbiotisch reinfließenden „Child“ zu meinem ersten Lieblingsopener des Jahres gekürt, das Album wird sicher auch noch oft laufen.

Ich stell mir das Album übrigens immer wie einen immer schneller werdenden Herzschlag vor…

2. Guided by Voices – let’s go eat the factory

Woah, so ca. 500 Songs auf einem Album, alle in Punkrocklänge, dabei aber nicht die Punkrockmonotonie sondern ein Haufen schöner Liebhaberstücke. Ich mag zwar die „typischen“ Guided by Voices Songs, aber mein Favorit dürfte der doch sehr düstere, 80er Goth-ige „Hang Mr Kite“ sein, den ich leider nicht posten kann, weil es ihn nicht auf youtube gibt. Aw, trauriger Smiley:(

Ich wollt noch was Drittes nennen, aber nu fällt mir grad nix ein. Nur das: ehrlich, wenn ihr irgendwas mit Fantasy/Mittelalteromanen anfangen könnt, A song of ice and fire. Awesome sauce.

Apropos, „does not compute“ mit Michael Swaim (Cracked Autor) ist ebenso awesome sauce, aber auch awkward sauce.

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At the Drive-In – this station is now operational

Ich glaub, ich spinne, nachdem ich also zur City Slang Weihnachtsfeier zu Nada Surfs „Blankest Year“ live abgedanced habe, dachte ich zu mir: oh ja, von jetzt an sammel ich all meine Indieparty Lieblingslieder und nehme mir vor, zu den originalen Livekonzerten dazu zu tanzen. CYHSY hatte ich schon hinter mir, Nada Surf auch, Maximo Park sowieso, der Anfang war gemacht.

Dann dachte ich bedrückt an die Bands, die natürlich nicht mehr möglich waren und blieb (vor zwei, drei Tagen max.) an At the Drive-In hängen, die Band, von der ich eine Reunion nicht in 200 Jahren erwartet hätte. Tja, so kanns gehen, vor ein paar Stunden twitterten sie, dass sie wieder zurück sind, mehr aber nicht, denn Twitter ist ne absolute Bitch, so dass jeder nur kryptischen Mist schreibt, weil 160 Zeichen einfach absolut unzulänglich für echte Informationen sind.

So, und jetzt ungläubig die alten Sachen rausholen und sich sehr sehr alt fühlen…

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australische Wochen im Moshpit: Boy & Bear

Mensch, was geht da nur ab in Australien. Der nächste, bald schon heiß geliebte Act (ich spür’s in den Knochen) heißt Boy & Bear (na toll, ein paar Monate zu spät zum Bärenspezial, meine Herren!) und haben schon im Vorprogramm von Mumford & Sons und Laura Marling gespielt, obwohl ich ja eher an eine Mischung aus den Flashguns (leider nicht mehr zusammen) und Tapes’n Tapes erinnert werde, was aber auch am Ubersong „Milk & Sticks“ liegen mag, der so schön ruppig ist.

Ihr Album „Moonfire“ kam letztes Jahr im Heimatland raus und wirft sich dieses Jahr nun uns an den Hals. Folkrock mit Countryanleihen gibt es da drauf und die genießt man ja bekanntlich am Besten in einem Bus nach Nirgendwo, oder aber völlig verkatert nach einer trunkenen Nacht, in der man irgendetwas vergessen wollte, an das man sich leider wieder erinnert, während man seinen Kaffee umklammert wie ein Ertrinkender eine Holzplanke.

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Lieblingslied: Deleted Scenes – The Days of Adderall

Wenn ich Deleted Scenes so höre, muss ich mich immer so furchtbar freuen, weil doch im März das neue Shins Album kommt.

Und das ist gar nicht gemein, denn auch wenn das wunderbare „The Days of Adderall“ so ein wenig an die Shins erinnert, ist es dennoch ganz eigenständig, nicht zuletzt durch diese Seifenblasen-schlagenden Harfen(?)-Klänge und allgemeine Leichtigkeit des Seins.

Dann verzeiht man ihnen auch, dass sie so unmöglich auf youtube zu finden sind. Und ich ärger mich, weil ich vor nicht allzu langer Zeit eine Liste der besten Bands aus Washington geschrieben habe und sie da noch nicht kannte.

 

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Lazy Sunday: Am ersten Januar wird sich kollektiv geschämt

Manchmal, wenn ich mir kitschige Hollywoodfilme oder aber die Wiederholung von „Wunderbare Jahre“ ansehe, bereue ich es etwas, dass wir damals keine Videokamera hatten, um all die goldenen Momente meiner Kindheit aufzunehmen. Und dann erinnere ich mich an ein Foto meiner Einschulung, auf dem ich mit einem Eis in der Hand und total verheult neben meiner Mutter nach hause gehe. Ich weiß nicht mehr, warum ich geheult habe, aber ich weiß, es war etwas absolut prophanes und Wellen der Scham überrollen mich, denn plötzlich fallen mir all die Momente meiner Kindheit ein, zu denen die Kamera sicher gelaufen wäre und die mir heiße Tränen der Reue in die Augen getrieben hätten, von meiner merkwürdigen Vampir-Phase hin zu dem Kinderfasching, als meine Mutter mich als politisch inkorreten Chinesen verkleidet hatte (Anfang der 90er war das anscheinend noch gesellschaftlich akzeptabel).

Die Ramsay Brüder hatten weniger Glück, denn bei ihnen war die Kamera immer dabei. Anstelle irgendwelchen Therapeuten Geld in den Rachen zu werfen, haben sie allerdings das Richtige getan und haben die künstlerischen Aspekte der Heimvideos beleuchtet, mit Gewicht auf die psychologischen Motivationen der Charaktere.

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Top of the Blogs 2011 – Die ILMPITM Jahrescharts

Da ich auch dieses Jahr wieder freundlicherweise von Martin angesprochen wurde, um am Giganto-Projekt Top of the Blogs teil zu nehmen, habe ich mich an die riesige Aufgabe gemacht, die seit letztem Jahr sehr gewachsenen Listen aufzustocken. Die besten Musikvideos habe ich nicht mehr zusammen gekriegt, da ich ehrlich gestanden dieses Jahr nur wenige gesehen habe, außerdem muss ich hinzu fügen, dass ich aufgrund von kränkelnder Verfassung nicht mehr dazu gekommen bin, alles bis zum 16.12. vollständig zu erläutern. Die Namen und Titel sind alle vorhanden, das Auszählen ist also damit möglich, aber schicke Musikvideos, Links und mehr werden dann nach und nach oder niemals in den nächsten Tagen und Wochen eintröpfeln. So, nu aber:

„Bestes Album des Jahres“

Es war eine sehr schwere Angelegenheit, gar nicht mal, heraus zu suchen, wer genau in die Liste rein soll (obwohl auch da einige Tränen flossen), sondern viel mehr in der Auflistung. Generell kann ich sagen, dass jedes der 10 Alben innerhalb dieses Jahres irgendwann mal meine Nummer 1 war, am Ende hat aber das Rundumpaket gewonnen, heißt: wessen Album wickelt mich so sehr ein, dass ich es wirklich ausschließlich im Paket hören möchte und das ich immer und immer wieder laufen lassen kann? Dafür mussten einige Alben nach hinten rutschen, die ich sicherlich in Teilen öfter gehört habe, die aber letzten Endes doch nicht diese Einheit geboten haben, die so ein klassisches Album wie die ersten beiden Plätze bieten kann.

1.Dan Mangan – Oh Fortune

Ein Guß – das hats gewonnen. Im Interview gestand Herr Mangan auch, dass genau das sehr lange gedauert hat, denn das großartige an „Oh Fortune“ ist ja, dass man unendlich viele Stile in den Songs findet, dennoch alles zusammen passt. Das nicht zuletzt durch clever gesetzte Übergänge und eine meiner Meinung nach zumindest emotionalen Verbundenheit, die man auch Mangans großartigem Songwriting zu verdanken hat. Das Thema des Albums ist laut Urheber (ich paraphrasiere mal mit einer kulturellen Referenz): The world according to Mangan. Wer Lust hat, zu erfahren, wie viele Ideen eigentlich hinter den Songs stecken, der sollte sich den CBC Podcast anhören, ich kann nur sagen, man wird überrascht werden.

2.Laura Marling – A Creature I don’t know

Ich weiß nicht, wie sie es macht, nach „I speak because I can“ dachte ich eigentlich, dass es ein paar Jahre dauern würde, bis sie ein derartig starkes Album fortführen könnte, stattdessen dauert es rund ein Jahr und – wow. Der erste Song, den ich davon gehört habe war „Sophia“ und neben „All my rage“ ist es immer noch mein Liebling. Ich kann nicht in Worrte fassen, wieviel Respekt ich vor Miss Marling habe, die in ihren frühen Zwanzigern schon ein Level an Songwriting erreicht hat, das es eben keine journalistisch-lapidar verwendete Phrase ist, wenn man sagt, dass sie zu den Musikern gehört, die in die Geschichte eingehen werden. Alleine, wie sie stimmlich gewachsen ist, die Finesse mit der sie diese unantastbaren Texte in unglaublich komplexe Kompositionen verwebt, die absolut zeitlos sind. Großartig.

3.Wye Oak – Civilian

Eigentlich sollten Wye Oak auf Platz 1 und das war sehr lange so geplant, denn ich würde sagen, dass ich keine Band so durchgängig oft gehört habe, wie dieses reizende Duo. Am Ende siegten aber die folkigen Alben…ich komm da einfach nicht von los. Nun ja, was Wye Oak ausmacht, ist eine sehr starke Live Performance und Songs, die sich wirklich einbrennen. Wenn unten in den Top 10 Lieblingssongs „Civilian“ an erster Stelle steht, dann ist das mit einem Abstand von Meilen, was mir immer wieder bestätigt wird, wenn ich ihn laufen lasse und mein Hals ganz trocken wird und ich tief einatmen muss, weil der Song so unglaublich weite Kreise in meinem Kopf zieht.

4.True Widow – AHATHHAFTCTTCOTE

True Widow waren eine dieser Bands, die ich erst so richtig durch meine Interview-Vorbereitung kennen- und zu schätzen gelernt habe, zum Glück, denn merkwürdigerweise hab ich sie vorher schon gehört, mir auch eine innere Notiz gemacht, sie unbedingt mal in aller Ruhe zu hören, nur um diese Notiz dann irgendwo in einer staubigen Ecke zu vergessen. Tisk. Nun ja, glücklicherweise konnten sie dieses Jahr Europa betouren und mich dadurch bezirzen, denn die Songs auf ihrem großartig, gleichzeitig unmöglich betitelten zweiten Album spielen in ihrer eigenen Liga und schaffen es tatsächlich, Doom so weit mit Melodien zu schmücken, dass man zwar auf diese schwurbelig-psychedelische Reise geschickt wird, die Doom – wenn man sich denn einlässt – mit sich bringt, gleichzeitig aber nicht so abgrundtief in die Depression stürzt. Yeah.

5.Elbow – Build a Rocket Boys!

Nur Platz Nummer 5? Eigentlich unmöglich von mir, aber der Grund hat weniger mit dem Album, sondern mit dem Vorgänger zu tun: „Seldom seen kid“ war so stark, das es sogar das Debüt Album umrundet hat. Trotzdem, „Build a rocket boys!“ hat wie immer Momente, die mit dieser Leichtigkeit spielen, die Elbow sich zu eigen gemacht haben, Guy Garveys Stimme wird immer das Äquivalent zu „Wärme“ sein und sowieso, Elbow können anscheinend keine schlechen Alben aufnehmen. Und wenn ich nur daran denke, wie breit mein Grinsen war, als ich zum ersten Mal „Lippy Kids“ gehört habe…ich denke da an die schönsten Morgen in Cardiff, am Bute River entlang.

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Adventskalender: How to throw a Christmas Party und Golden Retriever Love

So, Mogen früh werd ich verschlafen im Zug nach Rostock sitzen und der Familie entgegenfahren. Wenn Sonntag Abend dann hier Screamocore gepostet wird, wisst ihr dann auch, wie’s gelaufen ist.

Aber heute durfte ich mir auf Arbeit erstmal eine Weihnachts EP anhören, die mich ausnahmsweise nicht nach 2 Songs total gelangweilt hat, ganz im Gegenteil, ein Sufjan Steven-esqer Opener und dann wird es immer besser.

Angels’n Sheep II von How to throw a Christmas Party, derzeit auf Luisterpaal zu hören, ansonsten kann man sich das gute Stück auf Bandcamp herunter laden:

Eigentlich handelt es sich hier um Brown Feather Sparrow aka Lydia van Maurik-Wever und Freunde und das sind ganz schön viele, ich hab 19 gezählt, aber vielleicht stand auch noch jemand ganz Kleines hinter jemanden, der ganz groß war.

Eigentlich bin ich ja nich so der Fan von arg christlich, weihnachtlich geprägter Musik, aber heck, ich ignorier das einfach mal, denn die Musik ist so schön…

Und dann noch das hier:

\(°U°)/

Frohe Weihnachten.

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